Warum ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten sinnvoll?
Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass der Staat seine Beamten in allen Lebenslagen versorgt. Genauso verhält es sich auch mit den Deutschen Soldaten. Eine Gesetzänderung in den vergangenen Jahren lies in der Invaliditätsvorsorge einen deutlichen Rückgang der staatlichen Versorgungsinstitutionen für Soldaten erkennen.
Daher dürfen sich Soldaten in keinem Fall bei Dienstunfähigkeit allein auf den Arbeitgeber verlassen. Denn auch für die kommenden Jahre ist keine Erholung der finanziellen Engpässe in staatlichen Kassen zu erwarten, im Gegenteil es wird sogar über weitere Kürzungen nachgedacht. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten ist daher dringend erforderlich, um im Schadensfall nicht in eine finanzielle Notlage zu geraten. Das Risiko einer Dienstunfähigkeit für Soldaten ist sehr hoch. Es ist ihr ständiger Begleiter bei Einsatz und Übung. Egal wo und wann ein Soldat im Einsatz ist, er muss immer über eine 100prozentige körperliche Fitness verfügen.
Können die Leistungen oder der Gesundheitszustand nicht mehr die strengen Vorgaben erfüllen, droht sehr schnell eine Entlassung wegen Dienstunfähigkeit. Gerade nach mehrmonatigen Auslandseinsätzen stieg die Anzahl der dienstunfähigen Soldaten in den letzten Jahren stark an.
Bei Dienstunfähigkeit gliedert sich die Höhe des staatlichen Anspruches nach den absolvierten Dienstjahren. Je höher, desto besser ist die Versorgungssituation im Bedarfsfall. Vorsicht ist vor allem auch bei Zeitsoldaten geboten. Wenn sich diese nicht für einen ausreichend langen Zeitraum verpflichten, steht ihnen keinerlei staatliche Dienstunfähigkeitsrente zu. Gerade hier ist zur Absicherung des Lebensstandards eine private Dienstunfähigkeitsversicherung ein Muss. Dabei ist jedoch auch auf die passende Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten zu achten.
Denn nur wenn die richtige Versicherung mit entsprechenden Vertragsklauseln gewählt wurde, bekommt der Soldat im Schadenfall die Dienstunfähigkeitsrente ausbezahlt.
Sinnvoll oder nicht? Die Lebensversicherung für Soldaten
Diese Frage lässt sich nicht immer leicht beantworten, denn zu diesem Thema besteht oft eine große Unsicherheit. Kann ein Soldat eine Lebensversicherung abschließen? Benötigt er diese überhaupt? Und was gilt bei einem Auslandseinsatz?
Grundsätzlich ist eine Lebensversicherung für Soldaten unter den gleichen Voraussetzungen sinnvoll, wie für jeden anderen auch. Gerade dann, wenn der Soldat eine Familie oder finanzielle Verpflichtungen hat, empfiehlt sich der Abschluss einer Police. Stirbt der Soldat, ist seine Familie vor finanziellen Folgen geschützt.
Zum anderen dient die Lebensversicherung zum kurzfristigen oder langfristigen Vermögensaufbau. Die Angebote sind vielfältig. Sie reichen von einer Risikolebensversicherung, über die sogenannte Riester-Rente bis hin zur klassischen Kapital-Lebensversicherung. Die Auswahl der richtigen Lebensversicherung für Soldaten hängt von den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen des Einzelnen ab. Bei den meisten Versicherungen stellt der Abschluss einer Lebensversicherung für Soldaten keine Probleme dar.
Anders sieht es bei einem Auslandseinsatz des Soldaten aus. Hier gibt es große Unterschiede unter den Anbietern. Denn bei vielen Versicherern sind diese Einsätze vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Einige Anbieter versichern zwar die Einsätze im Sinne der humanitären Dienste, jedoch ist das aktive Kriegsrisiko grundsätzlich ausgeschlossen. Andere Anbieter schließen aber auch diese Einsätze nicht aus. Es gibt sogar spezielle Produkte für Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit.
Ein Vergleich lohnt sich also. Am besten lässt sich der Soldat von einem Fachmann beraten, um die richtige Versicherung zu finden.
Aber egal, ob der Soldat einen neuen Vertrag abgeschlossen oder bereits eine bestehende Lebensversicherung hat: Vor einem Auslandseinsatz sollte der Soldat dies seinem Versicherer mitteilen und sich noch einmal den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen lassen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Soldat auf Zeit abschließen?
Schlaue Köpfe werden sich jetzt denken: Was schreiben die denn jetzt!? Als Soldat bei der Bundeswehr brauche ich doch eine Dienstunfähigkeitsversicherung, denn ich leiste ja Dienst.
Absolut richtig! Denn um meine Arbeitskraft als Soldat auf Zeit abzusichern brauche ich eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten. Allerdings ist der Titel dieses Artikels trotzdem ernst gemeint, denn es macht durchaus Sinn, neben der Dienstunfähigkeitsversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.
Bevor wir mit dem eigentlichen Inhalt beginnen noch ein sehr wichtiger Hinweis, den Sie sich bitte zu Herzen nehmen sollten: Die Versicherungsberater, die Ihnen sagen, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung das gleiche ist, wie eine Dienstunfähigkeitsversicherung, liegen absolut falsch, denn dies ist nicht so. Um Ihre Dienstfähigkeit abzusichern müssen Sie eine Dienstunfähigkeitsversicherung haben.
Aber nun zum eigentlichen Inhalt unseres Artikels. Wie bereits mehrfach erwähnt sind Sie als Soldat auf Zeit kein Beamter. Sie haben keine Pensionsansprüche und müssen, oder besser gesagt sollten, im Normalfall, sollten Sie nicht Berufssoldat werden, nach Ihrer Dienstzeit eine Tätigkeit in der zivilen Wirtschaft aufnehmen.
Wie bereits schon in unserem Artikel über die Anwartschaftsversicherung für Soldaten erwähnt, gibt es viele Versicherungen, deren Berechnung auf der Grundlage Alter und Gesundheitszustand des zu Versichernden basiert. Genauso ist es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Umso älter die zu versichernde Person ist und umso mehr Gesundheitsfragen negativ beantwortet werden müssen, umso teurer wird der monatliche Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung.
Nun sagt sich der ein oder andere: Kein Problem, dafür habe ich ja eine Anwartschaftsversicherung. Gut gedacht, aber leider falsch, denn die Anwartschaftsversicherung beschränkt sich lediglich auf die Krankenversicherung.
Genau hier macht es nun Sinn eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Soldat auf Zeit abzuschließen. Diese muss keine großen Leistungen beinhalten, es geht lediglich darum, dass Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben. Die Leistungen können Sie dann später jederzeit hochschrauben lassen.