Vorteile von Dividendentiteln

Die Welt der Finanzen ist spannend und vor allem komplex. Wenn man in dieser Welt möglichst gute Entscheidungen treffen möchte, dann ist dies gar nicht so einfach. Immerhin versucht man, sich in dem am meisten umkämpften Feld der Welt zu positionieren. Da stellt sich die Frage, wie man als kleiner Privatinvestor einen Stich landen soll. Grundsätzlich stellt sich erst einmal die Frage, was man überhaupt bezwecken möchte. Möchte man langfristig Geld anlegen, welches letztendlich für die Rente gedacht ist, oder kurzfristig spekulieren? Möchte man sich an Aktien versuchen, die aus historischer Sicht eher weniger stark schwanken, oder ist man gleich an Nebenwerten aus Vietnam interessiert? Dies sind nur ein paar Aspekte, die man berücksichtigen muss, wenn man sein Geld in der Finanzwelt selbstständig anlegen möchte. Vielen ist es abzuraten sich aktiv, beinahe tagtäglich, mit Kauf- und Verkaufsorders zu belasten. Mittel- bis langfristig investieren ist meist einfacher. Dies gilt insbesondere für vergleichsweise risikoärmere Strategien. Solch eine Strategie ist beispielsweise eine sogenannte Dividendenstrategie. Eine Dividende ist ein gewisser Betrag der von einer Aktiengesellschaft pro Aktie als Gewinnbeteiligung ausgeschüttet wird. Dabei gibt es regelmäßige Dividenden, die beispielsweise quartalsweise, halbjährlich oder jährlich ausgeschüttet werden. Eine Dividende ist die Ausschüttung eines Teils des Gewinns eines Unternehmens. Bereits aus diesem Punkt ist erkennbar, dass unter normalen Umständen nur Unternehmen Dividenden ausschütten können, die Gewinne erwirtschaften. Andernfalls würden sie Schulden aufnehmen müssen, um die Dividende zu zahlen. Dementsprechend sind es oft „reife“ Unternehmen, die Dividenden zahlen. Beispielsweise sind häufig die sogenannten Versorger, beispielsweise EON, Unternehmen, die vergleichsweise hohe Dividenden zahlen. Doch warum zahlen die Unternehmen hohe Dividenden? Wenn Unternehmen in einem Geschäftsfeld viel Geld erwirtschaften, aber nicht richtig wachsen bzw. wachsen können, dann stellt sich die Frage was, man mit den Gewinnen machen kann. Reinvestieren scheint nicht immer sinnvoll und dementsprechend können diese Gewinne teilweise ausgeschüttet werden. Dividenden können dementsprechend Anleger an Aktien festhalten lassen, die nicht unbedingt hohe Wachstumsraten verzeichnen, dafür jedoch trotzdem profitabel sind. Man tauscht sozusagen nicht vorhandenes Wachstum oder geringes Wachstum gegen eine Dividendenzahlung. Aus Sicht der Anleger kann dies ein Vorteil sein. Wenn ein Unternehmen beispielsweise einen festen Marktanteil hält und dabei konstant Gewinne erwirtschaftet und teilweise ausschüttet, dann kann man als Anleger mit einigermaßen konstanten Zahlungen rechnen. Gleichzeitig bleibt, im Gegensatz zu regulären Anleihen, die Chance bestehen, dass das Unternehmen weiter wächst und der Aktienkurs steigt. Somit kann man sich häufig über regelmäßige Zahlungen und mittel- bis langfristig potentielles Wachstum freuen. Dadurch kann man beispielsweise im Alter noch Aktienbesitz aufrechterhalten und trotzdem von den Dividenden einen Teil seines Lebensunterhalts finanzieren. Sicherlich muss man erst einmal eine gewisse Anzahl an Aktien erwerben, damit man merkbar hohe Dividendenzahlungen erhält, doch wenn man diese Strategie in jungen Jahren beginnt, kann man unter Umständen mit den erhaltenen Dividenden weitere Aktien erwerben und so weitermachen, bis man langfristig ein großes Portfolio besitzt, welches hohe Erträge bis ins hohe Alter generieren kann. Dies sind mit die wichtigsten Punkte, die für Dividendentitel sprechen.