Happy Halloween für die DAX Investoren

In den letzten Jahren waren die Märkte vor allem durch billiges Geld getrieben. Die großen Zentralbanken haben weltweit die Märkte gestützt, indem nach der Finanzkrise die Leitzinsen stark gesenkt wurden. Gleichzeitig hat beispielsweise die FED in den USA mit großangelegten Anleihekäufen die Märkte in der Panik aufgefangen. Das letzte QE, kurz für Quantitative Easing, wurde jedoch aktuell beendet. Der US Markt hat sich erholt, Häuserpreise sind nach dem Kollaps wieder gestiegen und die Arbeitslosenzahlen sind so gut wie lange nichtmehr. Dieser Schritt hat die Märkte verunsichert und in den letzten Wochen für viel Furore gesorgt. Dabei hat der DAX zeitweise innerhalb kurzer Zeit von ca. 9.500 Punkten auf 8.400 Punkte verloren. Dies hat viele Anleger verunsichert. In all dieser Unsicherheit hat man wahrscheinlich nicht mit dem Schritt gerechnet der am 31.10.2014 von der Notenbank von Japan unternommen wurde. Überraschenderweise hat die japanische Notenbank angekündigt, ihr QE zu erweitern, um die Inflation potentiell zu steigern. Dies hat für Kursfeuerwerke an den Märkten gesorgt. Der Nikkei 225 hat über 4,5% im Plus geschlossen. Auch für die europäischen und amerikanischen Märkte war diese Überraschung ein gelungenes Geschenk zum Ende der Woche. Der DAX notierte über 2% stärker am Ende des Handels und die großen US Indizes stehen auch alle über 1% im Plus. Die Marktteilnehmer freuen sich über noch mehr Liquidität. Während die FED ihr QE reduziert, scheint die japanische Notenbank gerade erst richtig anzufangen. Gleichzeitig beginn die EZB mit ihren Anleihekäufen. Es könnte durchaus sein, dass es zu weiteren Maßnahmen kommt, was wahrscheinlich die Märkte erneut nach oben treiben könnte. Wenn man diese Entwicklungen der Notenbanken verfolgt, dann könnten sich darauf potentiell interessante Handelsideen ergeben. So wäre beispielsweise die Positionierung bezüglich der Divergenz der Notenbankpolitiken denkbar. Die US Wirtschaft hat sich seit Beginn der Krise schneller erholt als die Wirtschaft in Europa. In Japan ist die Inflation bereits seit Jahren im Keller. Daraus könnte man schlussfolgern, dass man auf fallenden EUR/USD oder steigenden USD/JPY spekulieren könnte. Wenn Notenbanken in einer Region sozusagen die Märkte mit Geld überfluten und in anderen Regionen die Notenbank damit aufhören und unter Umständen in den nächsten Monaten bzw. 2 Jahren sogar die Leitzinsen steigern, wäre dies eine mittelfristige Strategie, um von dieser potentiellen Entwicklung zu profitieren. Der EUR/USD hat seit Beginn des Jahres zwischen ca. 1,40 und 1,25 geschwankt. Diese Bandbreite zeigt bereits, dass es viel Bewegung gab. Doch es könnte für den Euro gegenüber dem US-Dollar noch weiter nach unten gehen. Europa hat viele fundamentale Probleme nicht bewältigt und die EZB versucht, mit ihrer lockeren Geldpolitik Zeit zu kaufen. Aus diesem Zusammenhang kann man mit entsprechenden Produkten profitieren. Dementsprechend könnte dies eine gute Handelsidee sein.