Fällt der Euro gegenüber dem US-Dollar?

Die Welt der Wechselkurse ist seit einigen Jahren immer weniger von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Immer mehr dominierten die Entscheidungen unterschiedlicher Zentralbanken die Bewegungen an den Wechselkursmärkten. Egal ob die FED in den USA, die EZB in Europa oder die Zentralbank in Japan, all diese und weitere Zentralbanken haben vermehrt die Zinsen in den letzten Jahren gesenkt und weitere Maßnahmen unternommen, um Liquidität in die Märkte zu pumpen. Dieses Vorgehen hat jeweils die Wechselkursbewegungen dominiert. Doch die Zeit der hohen Liquidität könnte zu Ende gehen. Dafür spricht beispielsweise in den USA die langsame Erholung der Konjunktur. Dies lässt der FED die Möglichkeit offen, weiterhin ihre monatlichen Anleihekäufe zu reduzieren. Durch die geringere, zusätzliche Liquidität könnte der US-Dollar an Wert gewinnen. Gleichzeitig erholt sich die Wirtschaft innerhalb der USA schneller als die Wirtschaft der Eurozone. Die vielen Probleme in der Eurozone sind ein weiterer Grund dafür, warum im Gegensatz zu FED die EZB wahrscheinlich noch länger nicht über weniger Liquidität für die Märkte nachdenken darf. Unter Umständen wird die EZB sogar noch aktiv werden und mit dem beinahe letzten Tabu brechen: Quantitative Easing. Das Ankaufen von Vermögenswerten durch die EZB, um für mehr Liquidität zu sorgen, wäre einer der letzten Schritte, welche die Zentralbank unternehmen könnte, damit der Markt mit mehr Liquidität versorgt wird. Letztendlich ist dies mit einer der Hauptgründe, warum der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verlieren könnte. Wenn man von diesen Ideen überzeugt ist bzw. die Szenarien nachvollziehen kann, dann wäre es unter Umständen sinnvoll, sich Gedanken über die entsprechende Positionierung als Privatanleger zu machen. Eine Möglichkeit, um an den Devisenmärkten mit vergleichsweise geringen Risiken zu partizipieren, wären ETFs. Ein ETF ermöglicht es dem Anleger, an der Wertentwicklung des Basiswertes zu partizipieren. Dabei gibt es viele unterschiedliche ETFs im Bereich der Währungen bzw. Wechselkurse.