Eskaliert die Situation in der Ukraine weiter?

Am heutigen Tage haben die USA erneut ihre Sanktionen gegenüber Russland verschärft. Damit möchten die USA das Vorgehen von Russland in der Ukraine stoppen. Bisher hat sich Russland von den bisher verhängten Sanktionen nicht beeindrucken lassen. Weder die Sanktionen der EU, noch die Sanktionen der USA haben bisher für eine Verhaltensänderung Russlands gesorgt. Dies wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern. Aktuell ist es insbesondere für die EU schwierig richtig zu agieren. In gewisser Weise sind wir in der EU in großem Maße von der Energie aus Russland abhängig. Wenn die EU sich also allzu sehr einmischt könnte es durchaus sein, dass Russland den Energiehahn entweder abdreht oder das Angebot reduziert. Wenn dies der Fall sein sollte kann es für die, durchaus fragile, Erholungder Eurozone zu einer Pause kommen. Wenn durch diese Umstände und weitere potentielle Eskalations- oder Kriegsängste die Energiepreise steigen wäre dies alles andere als wünschenswert. Aus diesem Grund ist es für viele EU-Staaten sehr wahrscheinlich, dass sie mit möglichst geringem Risiko sich an Sanktionen beteiligen möchten. Den USA kann dies relativ egal sein. Zwar möchten die USA mit der EU ein gutes Verhältnis haben und weitere Wirtschaftsabkommen schließen, aber in diesem Fall sind die USA geneigt härtere, Sanktionen aufzulegen. Die von den USA aufgelegten bzw. potentiellen Sanktionen könnten jedoch die bereits angesprochenen Auswirkungen auf die EU haben. Die USA haben das Glück, dass sie dank ihrer eigenen Energiepolitik und dem Energieboom innerhalb der USA ihren eigenen Bedarf mehr und mehr decken können. Somit kann den USA vorerst der Weltmarktpreis für Öl relativ egal sein, solange mindestens der Eigenbedarf gedeckt wird. Aus all diesen Umständen ergeben sich jedoch Chancen für Anleger.

Potentielles Investment in Öl

Diejenigen, die davon ausgehen, dass die Situation in der Ukraine weiter eskalieren wird, könnten auf steigende Ölpreise spekulieren. Neben den potentiellen Folgen von weiteren, schwerwiegenderen Sanktionen könnte generell der Ölpreis steigen. Dies ist dadurch begründet, dass in Krisen- und Kriegszeiten der Ölpreis schnell steigt. Somit könnte man von diesem Umstand profitieren. Dabei kann man sich zwischen BRENT und WTI Öl entscheiden. Aktuell notiert WTI über 100 Dollar. Dies ist im Vergleich zu den vergangenen Monaten ein einigermaßen hoher Preis. Gleichzeitig bestehen jedoch noch immer Risiken die man nicht ignorieren sollte. Niemand kann mit Gewissheit sagen was Russland als nächstes machen wird bzw. wie sich die Situation insgesamt entwickelt. Sollte sie sich jedoch verschärfen, bzw. geht man davon aus, dass dies der Fall sein wird, ist es durchaus sinnvoll  mit Hilfe unterschiedlicher Produkte von potentiell steigenden Ölpreisen zu profitieren. Dies bietet die Möglichkeit potentielle Kursverluste bei anderen Anlageklassen aufzufangen.  Man sollte dabei jedoch nicht sein ganzes Vermögen auf eine Position setzen. Sollte man sich irren wären wahrscheinlich hohe Verluste die Folge. Dementsprechend einen Teil des Vermögens dementsprechend positionieren um mit möglichst jeder Situation klarzukommen.