Der Soldat auf Zeit und die gesetzliche Rentenversicherung
Der Soldat auf Zeit im Dienst der Bundeswehr ist für viele junge Männer und Frauen eine interessante Alternative. Die Bundeswehr bietet einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz mit guten Verdienst- und Karrieremöglichkeiten. Um der Bundeswehr beitreten zu können, muss zunächst ein Einstellungstest durchlaufen werden.
Nach dem freiwilligen Wehrdienst kann der Soldat sich verpflichten der Bundeswehr als Berufssoldat auf Zeit beizutreten. Als mögliche Dauer kann zwischen vier, acht oder zwölf Jahren gewählt werden. Als Soldat auf Zeit erhält man einige Vergünstigungen im Bereich der Sozial- Versicherungen. Es muss weder in die Arbeitslosen-, noch in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden. Die Kosten der Krankenkasse übernimmt der Dienstherr durch die Freie Heilfürsorge. Dies wird durch private Zusatztarife ergänzt.
Die Tatsache, dass nicht in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wird, kann sich durchaus als Nachteil erweisen. Zwar werden wie bei anderen Beamten auch, gewisse Anwartschaften erwirtschaftet, die Höhe der erarbeiteten Rente jedoch vergleichsweise gering. Im Alter kann es hier zu einer Versorgungslücke kommen. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wird die so genannte Nachversicherung des Zeitsoldaten vollzogen. Als Berechnungsgrundlage dient der Bruttolohn während des Dienstverhältnisses, bis zu einer gewissen Beitragsbemessungsgrenze. Die daraus resultierenden Beiträge werden durch den ehemaligen Dienstherren im Nachhinein entrichtet.
Die Nachversicherung wird in der Regel in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, kann auf Wunsch jedoch in ein Berufsständisches Versorgungswerk fließen. Aufschubzeiten werden bei der Nachversicherung nicht berücksichtigt. Zu der Aufschubzeit zählen zum Beispiel Zeiten ohne Bezüge.
Wie für alle anderen Bundesbürger auch wird es, aufgrund der geringen Höhe der Renten- Anwartschaften, für einen aktiven oder ehemaligen Zeitsoldaten mit Beginn der Rente problematisch werden seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Deshalb macht es Sinn, bei Zeiten eine zusätzliche private Altersversorgung abzuschließen. Zeitsoldaten sind, wie andere Beamte auch, förderberechtigt für eine Riester- Rente. Die Förderung bezieht sich auf Steuern und die so genannte Riester- Zulage. Auch eine rein privat finanzierte Rentenversicherung kann dazu beitragen die Rentenlücke zu schließen.
Warum ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten sinnvoll?
Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass der Staat seine Beamten in allen Lebenslagen versorgt. Genauso verhält es sich auch mit den Deutschen Soldaten. Eine Gesetzänderung in den vergangenen Jahren lies in der Invaliditätsvorsorge einen deutlichen Rückgang der staatlichen Versorgungsinstitutionen für Soldaten erkennen.
Daher dürfen sich Soldaten in keinem Fall bei Dienstunfähigkeit allein auf den Arbeitgeber verlassen. Denn auch für die kommenden Jahre ist keine Erholung der finanziellen Engpässe in staatlichen Kassen zu erwarten, im Gegenteil es wird sogar über weitere Kürzungen nachgedacht. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten ist daher dringend erforderlich, um im Schadensfall nicht in eine finanzielle Notlage zu geraten. Das Risiko einer Dienstunfähigkeit für Soldaten ist sehr hoch. Es ist ihr ständiger Begleiter bei Einsatz und Übung. Egal wo und wann ein Soldat im Einsatz ist, er muss immer über eine 100prozentige körperliche Fitness verfügen.
Können die Leistungen oder der Gesundheitszustand nicht mehr die strengen Vorgaben erfüllen, droht sehr schnell eine Entlassung wegen Dienstunfähigkeit. Gerade nach mehrmonatigen Auslandseinsätzen stieg die Anzahl der dienstunfähigen Soldaten in den letzten Jahren stark an.
Bei Dienstunfähigkeit gliedert sich die Höhe des staatlichen Anspruches nach den absolvierten Dienstjahren. Je höher, desto besser ist die Versorgungssituation im Bedarfsfall. Vorsicht ist vor allem auch bei Zeitsoldaten geboten. Wenn sich diese nicht für einen ausreichend langen Zeitraum verpflichten, steht ihnen keinerlei staatliche Dienstunfähigkeitsrente zu. Gerade hier ist zur Absicherung des Lebensstandards eine private Dienstunfähigkeitsversicherung ein Muss. Dabei ist jedoch auch auf die passende Dienstunfähigkeitsversicherung für Soldaten zu achten.
Denn nur wenn die richtige Versicherung mit entsprechenden Vertragsklauseln gewählt wurde, bekommt der Soldat im Schadenfall die Dienstunfähigkeitsrente ausbezahlt.
Sinnvoll oder nicht? Die Lebensversicherung für Soldaten
Diese Frage lässt sich nicht immer leicht beantworten, denn zu diesem Thema besteht oft eine große Unsicherheit. Kann ein Soldat eine Lebensversicherung abschließen? Benötigt er diese überhaupt? Und was gilt bei einem Auslandseinsatz?
Grundsätzlich ist eine Lebensversicherung für Soldaten unter den gleichen Voraussetzungen sinnvoll, wie für jeden anderen auch. Gerade dann, wenn der Soldat eine Familie oder finanzielle Verpflichtungen hat, empfiehlt sich der Abschluss einer Police. Stirbt der Soldat, ist seine Familie vor finanziellen Folgen geschützt.
Zum anderen dient die Lebensversicherung zum kurzfristigen oder langfristigen Vermögensaufbau. Die Angebote sind vielfältig. Sie reichen von einer Risikolebensversicherung, über die sogenannte Riester-Rente bis hin zur klassischen Kapital-Lebensversicherung. Die Auswahl der richtigen Lebensversicherung für Soldaten hängt von den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen des Einzelnen ab. Bei den meisten Versicherungen stellt der Abschluss einer Lebensversicherung für Soldaten keine Probleme dar.
Anders sieht es bei einem Auslandseinsatz des Soldaten aus. Hier gibt es große Unterschiede unter den Anbietern. Denn bei vielen Versicherern sind diese Einsätze vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Einige Anbieter versichern zwar die Einsätze im Sinne der humanitären Dienste, jedoch ist das aktive Kriegsrisiko grundsätzlich ausgeschlossen. Andere Anbieter schließen aber auch diese Einsätze nicht aus. Es gibt sogar spezielle Produkte für Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit.
Ein Vergleich lohnt sich also. Am besten lässt sich der Soldat von einem Fachmann beraten, um die richtige Versicherung zu finden.
Aber egal, ob der Soldat einen neuen Vertrag abgeschlossen oder bereits eine bestehende Lebensversicherung hat: Vor einem Auslandseinsatz sollte der Soldat dies seinem Versicherer mitteilen und sich noch einmal den Versicherungsschutz schriftlich bestätigen lassen.
Auch Soldaten der Bundeswehr erhalten Vermögenswirksame Leistungen
Wenn Sie den Begriff Vermögenswirksame Leistungen bisher noch nicht gehört haben – hier eine kurze Erklärung: Die Vermögenswirksamen Leistungen (kurz “vL” genannt) werden direkt vom Arbeitgeber, bei Soldaten natürlich vom Dienstherrn, an das bekannte Sparkonto überwiesen. Allerdings erhält man diese Sparbeitrag vom Arbeitgeber auch erst, wenn man ein Anlagekonto hat und dieses an den Dienstherrn (Wehrbereichsverwaltung) meldet.
Also Soldat der Bundeswehr erhalten Sie 6,65 EUR Vermögenswirksame Leistungen. Klingt auf dem ersten Blick nicht viel. Aber wie sagt man so schön: “Kleinvieh mach auch Mist!”.
Nehmen wir mal an Sie sind Soldat auf Zeit mit einer Verpflichtungszeit von acht Jahren. Dann werden über die gesamte Dienstzeit hinweg immerhin 638,40 EUR. Der Betrag ist allerdings noch ohne Zinsen! Die Vermögenswirksamen Leistungen kann man beispielsweise auf einen Bausparvertrag für Soldatenanlegen. Bei unserem Beispiel Bausparvertrag der Bausparkasse Mainz erhält man 4% auf die Einlagen.
Rechnet man nun noch die Zinsen hinzu, dann sind das bei Dienstzeitende 751,23 EUR.
Bausparer – Sparmöglichkeit für Soldaten
Soldaten der Bundeswehr verdienen kein schlechtes Geld, dass kann auch ich als aktiver Soldat auf Zeit behaupten. Deshalb sollte man gerade in diesen jungen Jahren, mit gutem Einkommen, versuchen für später zu sparen. Da wir uns in unserem Finanzmagazin für Soldaten auf Zeit der Bundeswehr nicht nur mit dem Thema Versicherungen beschäftigen möchten, werden wir in dieser Kategorie auch über Sparmöglichkeiten schreiben.
Heute möchten wir den Bausparer vorstellen. Eine konventionelle und sichere Art des Sparens. Jeder hat Pläne für das spätere Leben, der eine mehr, der andere weniger. Aber gerade im Bereich des Wohnens, haben viele sehr konkrete Vorstellungen, denn wohnen muss jeder, auch Soldaten!
Der Bausparer ist deshalb eine ideale Art des Sparens, denn es gibt eine gute und sichere Verzinsung (Beispiel Bausparkasse Mainz 4% p.a.) und man hat später, wenn man sich wirklich dazu entscheidet die eigenen vier Wände zu kaufen, die Möglichkeit ein sehr günstiges Darlehen zu erhalten.
EXTRA-TIPP: Die Bundeswehr zahlt Vermögenswirksame Leistungen, holen Sie sich diese schon ab?
Die Bausparsumme des Bausparers muss nicht die komplette Summe des späteren Kaufs sein, denn ein weiterer Vorteil des Bausparers ist, dass das spätere Darlehen nicht an der ersten Stelle des Grundbuchs stehen muss, sondern sich die Bausparkasse mit der zweiten Stelle zufrieden gibt. Das heißt also, dass Sie die Differenz zwischen Bausparsumme und Kaufpreis des Eigentums auch günstig über die Hausbank finanziert werden kann, weil Sie eine große Sicherheit vorweisen können.